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Das sogenannte Intrauterinpessar (IUP) zählt zu den modernen Verhütungsmethoden.

Das IUP wird auch als Spirale bezeichnet, da der Prototyp die Form eines Spiralrings hatte. Bislang sind mehr als 30 Modelle entwickelt worden, die meisten Intrauterinpessare sind kupferhaltig oder hormonhaltig. Die Verhütungsmethode ist reversibel und allgemein über einen Zeitraum von 3-5 Jahren wirksam. Der Pearl-Index (beschreibt die Zuverlässigkeit einer empfängnisverhütenden Maßnahme anhand der Zahl der aufgetretenen Schwangerschaften pro 1200 Anwendungszyklen beziehungsweise pro 100 Anwendungsjahren) liegt bei 0,1-1.

Der Wirkungsmechanismus ist je nach IUP-Modell etwas unterschiedlich:

Intrauterinpessar mit Kupfer:

Dieses IUP besteht aus einem flexiblen gewebefreundlichen Material und ist T-förmig. Der vertikale Arm ist mit Kupfer umwickelt, das kontinuierlich in die Umgebung abgegeben wird. Die Wirkung beruht auf einer Hemmung der Spermienbeweglichkeit sowie einer Fremdkörperreizung der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) durch die Kupfer-Ionen. Die Folge ist eine oberflächliche entzündungsähnliche Reaktion der Gebärmutterschleimhaut. Es werden demnach sowohl die Befruchtung als auch ggf. die Einnistung der Eizelle in die Schleimhaut gehemmt. Die unterschiedlichen Modelle unterscheiden sich durch die Größe der Kupferoberfläche. Manche Ausführungen besitzen kleine Gold-Clips, die das IUP im Ultraschall besser sichtbar machen. Des Weiteren führt die chemische Interaktion von Kupfer und Gold zu einer längeren Wirksamkeit, so dass die normale Liegezeit einer Kupferspirale von 3-5 Jahren auf 7-10 Jahre verlängert werden kann. 

Die IUP-Einlage stellt einen sensiblen Eingriff dar, der auf intensiver Vorbereitung und der Erfahrung des behandelnden Arztes aufbaut. Eine regelmäßige IUP-Lagekontrolle verhindert Komplikationen während der Anwendung bzw. nach der Einlage.

Wann ist ein Intrauterinpessar eine geeignete Kontrazeptionsmethode (Verhütungsmethode)?

  • wenn die regelmäßige Einnahme oraler Kontrazeptiva (Pille) nicht gewährleistet ist
  • bei Patientinnen, die orale Kontrazeptiva nicht anwenden können, z. B. wegen Neigung zur Thrombose (Gefäßerkrankung, bei der sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) in einem Gefäß bildet)
  • bei Frauen in der späten fertilen (fruchtbaren) Phase, wenn orale Kontrazeptiva wegen des Alters oder wegen Erkrankungen nicht mehr genommen werden sollten, oder zur Vermeidung einer Sterilisation
  • bei Frauen, die unter Regelschmerzen (Dysmenorrhoe) oder verstärkter Regelblutung (Hypermenorrhoe) leiden, ist die Kupferspirale eher keine geeignete Alternative (gilt auch für Kupferkette/Kupferball): Einen aktuellen sehr ausführlichen Erfahrungsbericht von Anwenderinnen finden Sie hier

Ihr Nutzen

Das Intrauterinpessar ist eine bewährte Verhütungsmethode. Die IUP-Einlage garantiert eine sichere Verhütung.