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Praxis & Medizin

Unbedingt impfen lassen! | Medizin

Eine Grippe kann bei Schwangeren sehr schwer verlaufen.

Eine Grippe kann bei Schwangeren sehr schwer verlaufen. 

Die schwere Grippe-Epidemie des vergangenen Winters hat solche Fälle erneut gezeigt. Spezielle intensivmedizinische Maßnahmen sind dann notwendig, damit Erkrankte die Infektion überleben.

Hintergrund für diese schweren Verlaufsformen ist, dass bei schwangeren Frauen das Immunsystem weniger aktiv ist als außerhalb der Schwangerschaft. Das ist sinnvoll, weil sich so eine geringere Immunreaktion gegen das Baby entwickelt. Andererseits werden aber auch Infektionen langsamer und weniger erfolgreich abgewehrt.

"Die Influenza-Epidemie 2017/2018 mit besonders aggressiven Virus-Typen hat gezeigt, wie wichtig es ist, dass wirklich jede Schwangere gegen Grippe geimpft wird", betont Dr. med. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte und niedergelassener Frauenarzt in Hannover. "Denn die schwere Erkrankung bei der Mutter mit hohem Fieber gefährdet nicht nur die Mutter, sondern sie erhöht auch das Risiko, dass es zu einer Fehl- oder Frühgeburt kommt."

Zudem ist durch die Impfung auch das Neugeborene vor einer Infektion geschützt. Denn Säuglinge haben in den ersten Lebensmonaten noch kein ausgereiftes Immunsystem und können auf Virus-Infektionen nur verzögert reagieren. Speziell wenn sie zu früh geboren werden, kann eine Grippe-Erkrankung ihnen dann schwer zusetzen. Die Antikörper der Mutter geben dem Säugling einen biologischen Schutz vor einer Grippe-Infektion sowohl für die erste Zeit im Krankenhaus als auch für die Wochen danach.

Die Impfung mit dem aktuellen Vierfach-Impfstoff für die Grippesaison 2018/2019 kann bei dem/der betreuenden Frauenarzt/ärztin vorgenommen werden.

Quelle: BVF 2018 09.10.2018, Robert-Koch-Institut Stand 30.10.2018